Dienstag, 25. September 2012

Karla Kolumna berichtet weiter von Chaosreisen

Was für ein Tag!
Dieser Tag lebt von drei parallelen Geschichten:
1. Herr Jungjohann und Lilly
2. Hasi und Rainer, der Busfahrer
3. Die Wanderer

Geschichte 1:
Herr Jungjohann und Lilly machen sich auf den Weg nach Spanien.
Mit einem Zwischenstopp auf Mallorca - wo es zwanzig Grad hatte und die Versuchung dort zu bleiben sicher groß war - flogen sie nach Santiago de Compostella (in einer Woche werden wir hoffentlich auch dort sein....)
Von dort aus machten sie sich in einem Taxi (gesponsert von Lillys Papa, auf diesem Wege vielen Dank dafür) auf - nicht nach Paris, sondern nach Mercadoiro. Es war eine abenteuerliche Taxifahrt, aber sie kamen gegen 19 Uhr an. Es war ein freudiges Aufeinandertreffen, mit Tränen in den Augen wurden wir begrüßt.
Die Mädels haben Lilly gleich in ihre Mitte genommen und mit aufs Zimmer genommen, Herrn Jungjohann wurde sein Bett gezeigt: mit den Jungs in einem Zimmer, er hat ja einiges aufzuholen.....

Geschichte 2:
Nach unserem Frühstück - in drei verschiedenen Cafés, damit es schneller geht - wartet Hasi auf Rainer. Wir sind los, alle Schlafsäcke werden im Aufenthaltsraum gestapelt, damit die Zimmer saubergemacht werden können.
Und Hasi wartet, ruft Rainer an, der aber nicht zu erreichen ist.
Was tun?
Ab 12 Uhr wird es voll in der Herberge, Hasi wird unruhig.
Dann meldet sich Rainer. Ein Missverständnis, da wir sagten, dass wir ihn heute nicht brauchen. Die Wanderer nicht, aber Hasi musste ja irgendwie weg. Am Nachmittag kamen sie dann zusammen. Zum Waschen kam Hasi nicht mehr, aber zum Einkaufen. Ein wahres Erlebnis. Nachdem sie Äpfel, Bananen, Chips und Wein gefunden hatten - das Schuhdeo war nicht zu finden - wurden Hasi und Rainer von der gesamten Familie verabschiedet, wahrscheinlich wird der Laden für den Rest der Woche geschlossen....
Danach machten sie sich auf nach Mercadoiro. Nicht wirklich einfach, dagegen war die Fahrt gestern Abend durch das Dorf ein Spaziergang... Hasi steigt aus und zirkelt den Bus auf der immer schmaler werdenden Straße. Nach hundert Metern rückwärts laufen sendet Hasi schöne Grüße an die Füße! Und an dieser Stelle muss auch einmal ein großes Lob an Rainer ausgesprochen werden! Was sagt Hasi: wenn ich meinen Busführerschein machen würde, dann bei Rainer.
Vielen Dank, wie schön, dass wir mit ABeR- Reisen unterwegs sind.
Endlich kamen auch sie an unserer Herberge an - allerdings nicht ganz bis zur Herberge, die Straße ist zu eng.
Deshalb müssen sie noch einmal weiterfahren, länger als geplant, denn an drehen ist nicht zu denken.
Als sie dann wieder vor der Herberge standen kamen wir und holten die Schlafsäcke und sämtliche Einkäufe, die Hasi getätigt hat.

Geschichte 3:
Es geht los. Es regnet, aber wir sind enorm motiviert. Niklas will endlich in die Berge, andere laufen schon nach hundert Metern an den gelben Pfeilen vorbei....
Es regnet. Die einen wollen nach Hause, die nächsten schimpfen über die Berge und bei den ersten kündigen sich Blasen an.
Nach zwei Kilometern kehren wir ein, Toilettenpause. Der Regen lässt nach, immerhin solange bis meine Hose wieder trocken ist! Wir wollen uns wieder in der ersten Bar treffen, wenn sie denn kommt. Wir liefen und liefen, es fing wieder an zu regnen und zwar nicht zu knapp. Leider hatten wir keine Karte mit, sodass wir auch nicht sagen konnten, wie lange wir noch laufen würden. Lasse wollte immer weiter, Niklas mit einem Taxi nach Hause,
Nicolae freute sich über sein neues Regencape, welches er geschenkt bekommen hat und andere sagten sie bleiben sitzen, wir könnten sie nicht zwingen weiter zu gehen. Trotzdem war die Devise die Kinder am Läufen zu halten, stehenbleiben wäre viel zu kalt gewesen. Bei Kilometer 99,5, kam die nächste Bar. In drei Gruppen hatten wir uns aufgelöst, so dass wir nacheinander ankamen und bestellen konnten und die Bedienung nicht völlig geschockt war. Es gab heißen Kakao und Tee, eine heiße Suppe vorweg und Fleisch mit Pommes. Langsam kamen die Lebensgeister zurück und wir waren unendlich stolz auf die Kinder. Denn ich stellte fest, dass wir schon 13 Kilometer unterwegs waren! Das hieß es waren nur noch fünf zu bewältigen, ein Spaziergang!
Ganz so entspannt war es dann doch nicht, da es immer noch regnete waren die Wege überspült, mit großen Pfützen durchzogen, so dass es für manche doch eine Herausforderung wurde.
Endlich in der Herberge angekommen mussten alles aus ihren Klamotten, unter die heiße Dusche und in die Wechselkleidung. Leider war auch diese durch den starken Regen bei manchen durchnässt, aber die Kinder haben sich gegenseitig ausgeholfen. Gegen sieben kam dann der Bus an. Leider konnte er nicht bis zur Herberge fahren, so dass wir wieder bis Zug Hauptstraße, den Weg zurück, den wir gekommen waren, um unsere Schlagsäcke zu holen.
Und dann kamen auch Herr Jungjohan und Lilly an, das war ein sehr schöner rührender Moment.
Nun sind wir endlich vollzählig!

Hier kommen die drei Geschichten zusammen. Nachdem alle geduscht und ihr Betten bezogen haben gingen wir in zwei Schichten rüber in die Bar zum Essen. Es gab Nudeln mit Bolognesesoße, was auf große Gegenliebe stieß. Danach ging es aber auch schnell ins Bett, morgen soll ex ja weitergehen. Nach Ansicht mancher Kinder mit dem Bus, aber die werden wir schon überzeugen!
Wir Großen wollen uns noch zusammensetzen um den morgigen Tag zu besprechen. Leider wird uns gesagt, dass das Kaminzimmer um halb elf schließt. Dank Frau Bothe - sie kann als einzige wirklich Spanisch, - dürfen wir uns aber noch in einem anderen Raum zusammen setzen.
Wie sich rausstellt die Wäschekammer, ungeheizt, aber trocken.
Ein langer Tag, mit viel Lob an die Kinder, aber auch viel Freude an ihnen, an uns und an dieser Reise geht zu Ende. Allerdings auch mit der Feststellung, dass wir morgen eine Strecke von 17,5 Kilometern vor uns haben - mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 30 Prozent..... Wir hoffen das Beste!
Nun wünsche ich euch eine gute Nacht, es ist spät(zwei Uhr), und freue mich auf morgen!

Die Fotos(leider nicht in chronologischer Reihenfolge, dass es von hier nicht möglich):
Die Stimmung ist gut - trotz Regen;
die ersehnte Herberge; es geht, gut eingepackt, los!; endlich eine Bar zum Wärmen; immer weiter; immer noch gute Stimmung!; eine Flussfahrt für die Füße (O-Ton Nicolae); Besprechung in der Wäschekammer

Kommentare:

  1. Liebe Jakobswegler und Jakobsweglerinnen!

    Das hört sich ja spannend an, was ihr schreibt.
    Viel Regen, viel zu gehen, Kälte und Verzweiflung.

    Aber wie ich auch lese, bekommt ihr es immer wieder toll hin und schafft alles, was ihr euch vorgenommen habt.

    Lilly, ganz toll, dass Du jetzt auch dabei bist!!! Und Herr Jungjohann auch!!!

    Hier in Hamburg regnet es auch ganz viel, aber wir sind im Trockenen und im Warmen.

    Wer ist denn diese Carla Kolumna? Ist etwa auch Benjamin Blümchen mit euch unterwegs? Ich hoffe nicht!

    Wer ist Hasi, nicht etwas der Osterhasi? Wir denken es könnte Herr Hahn sein. Richtig?

    Dann mal einen regenfreien uns sonnigen Tag für Euch alle!

    Liebe Grüße
    Herr Sylvester

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  2. Halli hallo, wenn ich mir das anschaue ! Denke ich das ihr Spaß habt.

    Wie ist bei euch das Wetter ? Bei uns ist es auch regnerisch, kalt und bewölkt.

    Na ja ! Schade das ihr nicht in der Schule seid.
    Wir würden uns freuen wenn ihr wieder aus Spanien zurück zur Schule kommt.

    Viele Grüße von Cengiz

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  3. Liebe Jakobswegler!

    Viel Spaß und schöne Grüße an Lilly und Frau Vanheiden und Herrn Jungjohann und Frau Jochens und Frau Bothe.

    Wir wünschen euch, dass das Essen schön ist und dass das Wetter schön ist mit Sonne und ohne Wolken und Regen.

    Deine
    celine

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  4. Hallo,

    wie gehts euch?
    Wie lange lauft ihr noch?
    Habt ihr schon viele Tiere gesehen?
    Habt ihr schon Blasen an den Füßen?
    Wir sitzen die ganze Zeit draußen und in der Sonne. (Das soll ein Witz sein.)

    ((Sven vermutet, dass ihr gar nicht in unsere Kommentare schaut. Schreibt doch bitte einmal, ob das stimmt oder nicht.))

    Ende Fertig
    jerome

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  5. Guten Tag!

    Ihr sollt euch nicht erkälten!
    Passt auf, dass ihr nicht in die verkehrte Richtung lauft!
    Ihr sollt auf dem Weg nicht einschlafen.
    Wie geht es Euch?
    Überanstrengt Euch nicht!
    Seit nett zu den Lehrern!
    Seit gut gelaunt in der nächsten Woche!
    Kommt mit guter Laune zurück!
    Macht es euch Spaß den Jakobsweg zu gehen?

    Viele Grüße an die Lehrer
    und an die Kinder
    sven

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  6. Schöne Grüße und dass das Wetter besser wird.

    Von
    Frau Petersdorff

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  7. Hallo Ihr Wanderer,
    hier regnet es seit Tagen und in Strömen! Wahnsinn, dass Ihr dabei so guter Dinge seid. Aber auf Wanderwegen ist es bestimmt toller als in der vollen Stadt.
    Ich freue mich riesig zu hören, dass Lilly und Herr Jungjohann nach kommen konnten. Ich hoffe nun sind alle fit für die nächsten Etappen.
    In der Schule freuen sich alle auf Ferien. Ich hoffe Ihr genießt die Zeit!
    Alles gute aus der Heimat
    Herr Röhe

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